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Windows 10, sollte man das Update installieren?

Noch bis 31.7.2016 verschenkt Microsoft das aktuelle Windows 10 und animiert weltweit dazu, auf das neue Betriebssystem kostenlos umzusteigen. Nachdem seit mehreren Monaten in älteren Windows Versionen plötzlich Update-Werbung am Bildschirmrand auftauchte war in der letzten Zeit sogar von „Zwangsupdates“ die Rede. Wer dem Aufruf nicht folgt, muss ab 01.08.16 voraussichtlich ca. 120 € für das Update bezahlen.

Die meisten meiner Kunden haben noch Windows 7 im Einsatz und sind mit dessen Leistung zufrieden. Warum also ein Update? Microsoft wirbt mit dem „besten Windows aller Zeiten“, aber wieviel Betriebssystem braucht ein normaler Anwender wirklich? Und was ist an Windows 10 so toll, dass ein Update, das ja immer auch ein technisches Risiko mit sich bringt lohnt? Sicherlich ist es nicht die Kacheloberfläche, die mit Windows 8 kam, in Windows 8.1 schon wieder leicht und in Windows 10 in wesentlichen Teilen zurückgenommen wurde. Der einzige tragende Grund ist offensichtlich die Tatsache, dass es jetzt nichts kostet.

So mancher mag da denken „einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul“ aber Vorsicht, denn wir reden hier eher von einem trojanischen Pferd als von einem normalen Gaul: In den Einstellungen von Windows 10 finden Sie nämlich erstmals den umfangreichen Bereich „Datenschutz“. Die dortigen Einträge zeigen deutlich, dass Daten von Ihrem Rechner direkt zu Microsoft übermittelt werden und dies beinhaltet wirklich alles, was auf dem System hinterlegt ist. Man kann die Übermittlung dieser Daten einschränken, ganz abschalten kann man sie nicht. Macht man sich die Mühe, diese Parameter entsprechend einzustellen, werden diese teilweise ignoriert oder nach der Installation von Updates im Sinne von Microsoft wieder zurückgesetzt. Natürlich ist bekannt, dass die meisten Windows 10 Anwender sich die Mühe gar nicht machen, diese Einstellungen Stück für Stück durchzugehen, was im Umkehrschluss bedeutet, dass im „besten Windows aller Zeiten“ wirklich nichts vor einer direkten Übermittelung in die USA sicher ist. Klickt man in den Einstellungen von Windows auf das Wort „Datenschutzbestimmungen“ findet man unter anderem folgenden Text:

Zitat:
Schließlich greifen wir auf persönliche Daten inklusive Ihrer privaten Inhalte (wie die Inhalte Ihrer E-Mails in Outlook.com oder Dateien in privaten Ordnern auf OneDrive) zu, legen sie offen und bewahren sie auf, wenn wir in gutem Glauben annehmen, dass dies notwendig ist…

Damit zeigt Microsoft nicht nur technisch, sondern auch formaljuristisch die Dimension auf um die es hier geht. Entscheiden Sie nun bitte selbst, ob Sie den Umstieg machen möchten oder nicht. Sollten Sie zu diesem Thema Fragen haben, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Frank Becker,
Gründer der
Becker IT-Beratung,
aktiv seit 1996